claudia van acken

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Der Blick,  der mich die Welt in ihrer Dualität wahrnehmen lässt, offenbart mir ihre ungeheure Dynamik, ihre Spannung und stellt mir die Frage der eigenen Bezogenheit.
Ich kenne die Sehnsucht, die Tiefe eines Standpunktes und das Potential des Wandels, das er für mich in sich birgt, zu erfahren. Unterwegs in diesem weltlichen Spannungsfeld, eröffnet sich mir dann oftmals das Spiel des “Anziehens und Abstossens“,  
das zwischen Lust und Schmerz schwankend,  immer wieder in der Sehnsucht endet, im Moment der Hingabe, für einen Augenblick, der Polarität zu entkommen, sie wenigstens auf der Bildebene aufzuheben. 

Die Natur birgt für mich viel Erotik, ihr Locken, sich Wandeln, zur Schau stellen, Befruchten, und Sterben.... 

Es ist meine kindliche Freude, Dinge/Situationen/Menschen miteinander in Verbindung zu setzen,um sie dadurch besser zu verstehen, um ihnen eine Bedeutung zu geben, um sie für mich offen-sichtlicher zu machen. 
Dieses zueinander in Beziehung setzen ist ein Spiel, das im Spannungsfeld zwischen Lust und Kampf stattfindet und vielleicht dem Motor unterworfen ist, den man Eros nennt. 

Meine Malerei trägt insofern weiblichen Charakter, als dass ich die Bilder empfange. Es ist meine Hingabe, einerseits an den Augenblick und andererseits an den Teil in mir, der schöpfen, kreieren, sich manifestieren möchte. 
Dieser Wesenszug in mir äussert sich als triebhafter Wille, der in die Welt eindringen möchte, der das entstehende Bild durchdringen, erfassen, besitzen, den Bildraum erobern möchte. Der weibliche Aspekt in diesem „Akt“ ist der unberechenbare, der sich ständig vollziehende Wandel beim Gestalten, auch das Erwarten des “ Zufalls“, oder der Wunsch nach Vereinigung und Harmonie. Letztere nicht im Sinn von Schönheit/Ästhetik, vielmehr als Einklang, wenn das Dargestellte seine eigene Gesetzmässigkeit gefunden hat und sich dieser fügt,
dann beginnt mein Betrachten....

eros_files/Visions_Drops%20and%20Seeds.doc

eros

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